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Der Beruf des Aktuars

Berufsbild

Aktuare sind Experten, die mit mathe­matischen Methoden finanzielle Un­sicher­heiten in den Bereichen Ver­sicherung, Bau­sparen, Kapital­anlage und Alters­versorgung bewerten. Ein Aktuar muss nicht nur unsichere zukünftige Geld­flüsse über eine sehr lange Lauf­zeit betrachten, sondern auch immer das gesamte Umfeld berück­sichtigen.

Arbeitgeber

Während Aktuare in den Anfängen des Berufsstands im 19. Jahrhundert fast ausschließlich für Erstversicherungen tätig waren, haben sich die Betätigungsfelder in den vergangenen Jahrzehnten deutlich erweitert. Allerdings sind Erstversicherungen immer noch der Hauptarbeitgeber für Deutschlands Aktuare. Dort ist mehr als die Hälfte (54 Prozent) beschäftigt, gefolgt von Beratungsunternehmen und Rückversicherern, wo 18 beziehungsweise 13 Prozent der Aktuare tätig sind. Neben Trägern der Altersversorgung und berufsständischen Versorgungseinrichtungen, gehören auch Banken und Bausparkassen, Beratungs- und Wirtschaftsprüfungsunternehmen sowie immer häufiger Verbände, Ministerien und Aufsichtsbehörden zu den Arbeitgebern von Aktuaren. Zahlreiche Aktuare sind darüber hinaus selbständig tätig.

Der Beruf des Aktuars galt über viele Jahrzehnte als eine reine Männerdomäne. Mittlerweile hat sich der Trend jedoch umgekehrt: Immer mehr Frauen entscheiden sich für diesen anspruchsvollen Beruf. Während in der Gruppe der über 50-Jährigen nur jeder achte Aktuar weiblich ist, sind es bei den 25- bis 35-Jährigen bereits 45 Prozent und bei den Berufseinsteigern fast 60 Prozent. Eine Entwicklung, die sich auch in den Studienstatistiken deutscher Hochschulen wiederfindet, wo der Frauenanteil in den sogenannten MINT-Fächern in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen ist.